1896: In einer Literaturnotiz hat der Wiener Hautarzt Leopold Freund gelesen, dass einem amerikanischen Ingenieur, der sich viel mit Röntgenfotografie beschäftigt hatte, die Haare ausgefallen seien. Neugierig geworden, ob Röntgenstrahlen tatsächlich eine biologische Wirksamkeit besitzen, beginnt er heute mit einem eigenen Experiment: Er beleuchtet dabei den stark behaarten Rücken eines 5-jährigen Mädchens "täglich durch zwei Vormittagsstunden" und wird in 11 Tagen triumphierend feststellen können, dass die Haare tatsächlich ausgehen. Dieses Experiment von Freund gilt als der Beginn der planmässigen Strahlentherapie.