1901: Die Gendarmerie erreicht heute im Kriminalfall des "Menschenfressers" Franz Bratuscha das Geständnis einer verdächtigen Person. In der "Deutschen Juristen-Zeitung" wird der österreichische Jurist Hans Gross 1904 diesen komplizierten Fall nochmals analysieren. Gross ist der Erste, der die Naturwissenschaften in seine kriminalistischen Überlegungen miteinbezieht. So gehen zum Beispiel die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden von Blutspuren, Haaren und Staub auf seine Initiative zurück. 1913 wird es Gross gelingen, mit dem "K.K. Kriminalistische Universitätsinstitut" in Graz, das erste kriminologische Institut der Welt zu gründen.