Arthur Erich Haas - "EIN HISTORISCHER SCHRITT"
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich die Theorie des Atoms in einer verzwickten Lage: Eine Fülle von miteinander konkurrierender Hypothesen, wie elastisch gebundenes Elektron (Lorentz 1896), dynamische Vorstellung (Lenard 1902), positiv-elektrische Atomkugel (Thompson 1903), planetarisches System (Nagoaka 1903) und magnetisches Atom (Ritz 1908), waren imstande, einzelne Teile des reichen Beobachtungsmaterials zu erklären, ein einheitliches Bild, das klare Voraussagen ermöglicht hätte, gab es jedoch nicht. Das Problem dabei war, daß ein wesentliches Element noch nicht in diese Überlegungen miteinbezogen worden war: Erst dem österreichischen Physiker Haas ist es erstmals gelungen die Quantentheorie, die bereits 1900 in ihrer ersten Form von Planck geschaffen und 1905 von Einstein durch die Lichtquantenhypothese erweitert worden war, mit dem Bau von Atomen in Zusammenhang zu bringen. Mit diesem historischen Schritt legte Haas 1910 die Basis für weitere erfolgreiche Forschungen.